Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"

Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes
Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes

Die Wanderausstellung wird in der Zeit vom 29. August bis 28. September 2018 im Amtsgericht Zeitz zu sehen sein.

Vorträge:

Dienstag, 4. September 2018, 17 Uhr
Stadtarchiv Zeitz, Schloss Moritzburg, Schloßstr. 6
„Nationalsozialistische Gesundheits- und Rassenpolitik und ihre Auswirkungen auf Zeitz“
Frau Dr. Ute Hoffmann, Bernburg (Saale)

Dienstag, 18. September 2018, 17 Uhr
Amtsgericht Zeitz, Herzog-Moritz-Platz 1
"Die Justiz im Nationalsozialismus und die Region Zeitz"
Dr. Daniel Bohse, Magdeburg

"Verfahren des Sondergerichtes Halle gegen Beschuldigte aus Zeitz und Umgebung"
Michael Viebig, Halle (Saale)

Angebote für Schulen:

Filmprojekt „Das Heimweh des Walerjan Wróbel“ (D 1991)
Ein Film über einen jungen polnischen Zwangsarbeiter, den ein deutsches Sondergericht 1942 zum Tode verurteilte.
Im Anschluss: Filmgespräch mit Michael Viebig, Halle (Saale)

Bei Interesse, nehmen Sie Kontakt zur Stiftung Gedenkstätte auf:

Zur Ausstellung

Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes
Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes

Erneut präsentiert Sachsen-Anhalt die Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes". Sachsen-Anhalt setzt sich damit intensiv mit der national-sozialistischen Justizgeschichte in Sachsen-Anhalt auseinander.

Die Ausstellung führt den Besuchern vor Augen, zu welchen Exzessen die Justiz in einem totalitären System fähig sein kann. Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung, die Stiftung Gedenkstätten und die Landeszentrale für politische Bildung haben die in Niedersachsen konzipierte Wanderausstellung um eine Vielzahl regionaler und lokaler Aspekte erweitert. Entstanden ist eine Ausstellung, die den Blick auf die Region lenkt.

Die Justiz stellt sich damit ihrer Vergangenheit. Sie benennt Unrecht, gibt Opfern ein Gesicht und zeigt, wie einzelne Richter agierten. Gelungen ist dies, weil Juristen, Historiker und Vertreter von Vereinen und Verbänden auf Initiative der Veranstalter gemeinsam geforscht haben. So ist in den Jahren 2008 und 2009 eine breit gefächerte Ausstellung zusammen getragen worden, die seit dem mit jedem neuen Standort weiter wächst.

Die Ausstellung stellt das Justizsystem zur Zeit des Nationalsozialismus dem Rechtsstaat in der Demokratie gegenüber. Sie klärt auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt.

Weitere Termine

Die Ausstellung wird ab 9. November 2018 im Landtag von Sachsen-Anhalt zu sehen sein.