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Pressestelle des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung (MJ)

Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie stellt auch Sachsen-Anhalts Justiz vor große Herausforderungen. Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus finden Sie über diesen Link.

Das Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (die Pressestelle) ist zentraler Anlaufpunkt für alle Anfragen, die sich aus der Ressortzuständigkeit des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (MJ) ergeben.

Pressesprecher ist Herr Detlef Thiel
Telefon: 0391 5676235

Die Pressestelle erreichen Sie auch unter
Telefon: 0391 5676234 (Frau Schrott)
Telefon: 0391 5676230 (Herr Vormbrocke)
Telefax: 0391 5676187
E-Mail: presse(at)mj.sachsen-anhalt.de

Über diesen Link können Sie in der Presse-Suchmaschine nach Pressemitteilungen suchen.

Bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften sind eigene Pressestellen eingerichtet. Über diesen Link gelangen Sie zum Pressesprecherverzeichnis der Justiz.

Pressemitteilungen des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung

Vortrag über die NS-Gesundheits- und Rassenpolitik in Zeitz

30.08.2018, Magdeburg – 31

  • Ministerium für Justiz und Gleichstellung

 

 

 

 

 

 

 

Zeitz (MJ). Im Rahmen des Begleitprogramms zur

Ausstellung ?Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des

Deutschen Volkes. Sachsen-Anhalt?, die ab 29. August 2018 in Zeitz präsentiert

wird, spricht die Historikerin Frau Dr.

Ute Hoffmann zum Thema

 

Nationalsozialistische Gesundheits- und

Rassenpolitik und ihre Auswirkungen auf Zeitz

 

Der

Vortrag findet statt am

 

 Dienstag, 4.

September 2018, 17 Uhr,im Stadtarchiv Zeitz,Schloss Moritzburg

Zeitz,Schlossstr. 6.

 

Der Vortrag widmet sich einem der

weniger bekannten Bereiche des nationalsozialistischen Staates in Gestalt einer

Gesundheitspolitik, die den Menschen nach seiner Arbeitsfähigkeit bemaß und

deshalb auch all jene aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausschloss, die aus

Gründen der Krankheit, der Behinderung oder des Alters den an sie gestellten

Leistungsanforderungen nicht genügen konnten.

 

Ärzte und Juristen,

Verwaltungsmitarbeiter und Pflegekräfte machten sich auf, die seit vielen

Jahren immer wieder vorgetragenen Forderungen nach einer Verbesserung der

deutschen Bevölkerung bei gleichzeitiger Entlastung der sozialen Kassen nun

unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur mit Hilfe

staatlicher Legitimation und Organisation umzusetzen: durch zwangsweise

Sterilisation und Mord. Diese Maßnahmen waren flächendeckend und erfassten so auch

die Einwohner von Zeitz. Sterilisationsanträge gegen behinderte oder sozial

auffällige Menschen wurden vom Gesundheitsamt der Stadt den Erbgesundheitsgerichten

in Naumburg und Erfurt zugeleitet. Behinderte Kinder ließ man zum Töten in eine

?Kinderfachabteilung? einweisen. Mehr als 30 Frauen und Männer aus Zeitz, die

sich als Patientinnen und Patienten in Heil- und Pflegeanstalten befunden hatten,

starben in den Gaskammern der ?Euthanasie?-Anstalten Brandenburg, Bernburg und

Sonnenstein Pirna. Die Gesamtzahl der Opfer wird nie mehr genau zu bestimmen

sein.

 

Dr.

Ute Hoffmann ist seit 30 Jahren Leiterin der Gedenkstätte für die Opfer der

NS-?Euthanasie? in Bernburg und seit 2008 auch Mitarbeiterin des Teams zur

Erarbeitung der Wanderausstellung zur NS-Justiz auf dem Territorium des

heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Die Ausstellung setzt

sich auch mit der Justizgeschichte in Zeitz und der Region auseinander und ist

noch bis zum 28. September 2018 während der Gerichtsöffnungszeiten zu sehen.

 

Nähere Informationen

unter www.mj.sachsen-anhalt.de.

 

 

 

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Impressum:Ministerium für Justiz und Gleichstellungdes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleDomplatz 2 - 439104 MagdeburgTel:   0391 567-6235Fax:  0391 567-6187Mail:  presse@mj.sachsen-anhalt.deWeb: www.mj.sachsen-anhalt.de

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