Menu
menu

Pressestelle des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung (MJ)

Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie stellt auch Sachsen-Anhalts Justiz vor große Herausforderungen. Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus finden Sie über diesen Link.

Das Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (die Pressestelle) ist zentraler Anlaufpunkt für alle Anfragen, die sich aus der Ressortzuständigkeit des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (MJ) ergeben.

Pressesprecher ist Herr Detlef Thiel
Telefon: 0391 5676235

Die Pressestelle erreichen Sie auch unter
Telefon: 0391 5676234 (Frau Schrott)
Telefon: 0391 5676230 (Herr Vormbrocke)
Telefax: 0391 5676187
E-Mail: presse(at)mj.sachsen-anhalt.de

Über diesen Link können Sie in der Presse-Suchmaschine nach Pressemitteilungen suchen.

Bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften sind eigene Pressestellen eingerichtet. Über diesen Link gelangen Sie zum Pressesprecherverzeichnis der Justiz.

Pressemitteilungen des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung

Rechtsradikalismus: Justiz-Staatssekretärin Mathilde Diederich fordert konsequentes Handeln und Prävention

27.09.2000, Magdeburg – 57

  • Ministerium für Justiz und Gleichstellung

 

 

 

Ministerium der Justiz - Pressemitteilung Nr.: 57/00

 

Magdeburg, den 27. September 2000

 

 

Rechtsradikalismus: Justiz-Staatssekretärin Mathilde Diederich fordert konsequentes Handeln und Prävention

 

 

Magdeburg/ Aachen. (MJ) "Rechtsextremer Gewalt muss mit allen Mitteln begegnet werden, die unserer Gesellschaft zur Verfügung stehen. Die Justiz muss darum zügig und konsequent Straftaten ahnden ¿ aber auch erzieherisch und präventiv auf die meist jungen Straftäter einwirken", fordert die Staatssekretärin des Ministeriums der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, Mathilde Diederich (SPD).

Anlässlich des 43. Deutschen Historikertages in Aachen am heutigen Mittwoch appelliert die Staatssekretärin an Wissenschaftler und Zeitzeugen, ihr Wissen über den Nationalsozialismus der jungen Generation zu vermitteln. "Durch ein falsch verstandenes Zusammengehörigkeitsgefühl sind junge Menschen leicht für rechtsextremes Gedankengut verführbar. Wer ihnen jedoch historische Zusammenhänge erklärt und aufzeigt, wohin Rassendünkel und Intoleranz führen können, beugt dieser Verführbarkeit durch den Rechtsextremismus vor", so Mathilde Diederich.

Wichtig erscheint der Staatssekretärin auch die Konfrontation rechtsextremer Gewalttäter mit dem Leid der Opfer: "Jugendliche müssen mitleidsfähig gemacht werden. Nur dann können sie im Alltag sensibel auf fremdenfeindliche äußerungen reagieren. Innerhalb der Justiz leisten hier Maßnahmen wie der Täter-Opfer-Ausgleich oder das Anti-Gewalt-Training einen wesentlichen Beitrag zum Durchbrechen bisheriger Verhaltensmuster."

Eine Verschärfung des bestehenden Strafrechts, insbesondere des Jugendgerichtsgesetzes, hält Mathilde Diederich hingegen nicht für erforderlich. "Das bestehende Strafrecht bietet ausreichende Möglichkeiten, rechtsextremistischen Gewalttaten mit angemessener Härte zu begegnen", stellt sie klar. "Für Jugendliche kann der Freiheitsentzug jedoch nur letztes Mittel zur Erziehung bei schweren Verfehlungen sein. Will die Gesellschaft sie zurückgewinnen, sind vielmehr erzieherische und präventive Maßnahmen erforderlich. Diese Möglichkeiten bietet das geltende Jugendgerichtsgesetz", ist die Staatssekretärin überzeugt.

 

Zu Ihrer Information: Die Staatssekretärin des Ministeriums der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, Mathilde Diederich, nimmt heute an der Podiumsdiskussion zum Thema "Rechtsradikalismus: Was kann die Geschichtswissenschaft tun?" teil. Die Diskussion findet im Rahmen des 43. Deutschen Historikertages in Aachen statt und wird von Prof. Dr. Johannes Fried, Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands, geleitet.

 

Rufen Sie mich bei Nachfragen bitte an:

Marion van der Kraats, Telefon: 0391 ¿ 567 4134

 

 

Impressum:

Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Wilhelm-Höpfner-Ring 6

39116 Magdeburg

Tel: (0391) 567-4134

Fax: (0391) 567-4225

Mail: presse@mj.lsa-net.de

 

 

Impressum:Ministerium für Justiz und Gleichstellungdes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleDomplatz 2 - 439104 MagdeburgTel:   0391 567-6235Fax:  0391 567-6187Mail:  presse@mj.sachsen-anhalt.deWeb: www.mj.sachsen-anhalt.de

Ministerium für Justiz und Gleichstellung

Landesregierung