Menu
menu

Pressestelle des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung (MJ)

Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie stellt auch Sachsen-Anhalts Justiz vor große Herausforderungen. Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus finden Sie über diesen Link.

Das Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (die Pressestelle) ist zentraler Anlaufpunkt für alle Anfragen, die sich aus der Ressortzuständigkeit des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (MJ) ergeben.

Pressesprecher ist Herr Detlef Thiel
Telefon: 0391 5676235

Die Pressestelle erreichen Sie auch unter
Telefon: 0391 5676234 (Frau Schrott)
Telefon: 0391 5676230 (Herr Vormbrocke)
Telefax: 0391 5676187
E-Mail: presse(at)mj.sachsen-anhalt.de

Über diesen Link können Sie in der Presse-Suchmaschine nach Pressemitteilungen suchen.

Bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften sind eigene Pressestellen eingerichtet. Über diesen Link gelangen Sie zum Pressesprecherverzeichnis der Justiz.

Pressemitteilungen des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung

Zehn Jahre Schülergremium im Harz - Keding: Ein Projekt mit Vorbildwirkung

19.10.2017, Magdeburg – 56

  • Ministerium für Justiz und Gleichstellung

 

 

Normal

0

 

 

 

 

 

 

 

21

 

 

false

false

false

 

DE

X-NONE

X-NONE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Halberstadt

(MJ).

In Halberstadt wurde am Donnerstag mit einer Feierstunde das zehnjährige

Bestehen des Projektes ?Schülergremium? gefeiert. Justizministerin Anne-Marie

Keding bedankte sich bei allen Beteiligten, die geholfen hätten, dieses Projekt

so erfolgreich zu gestalten. In erster Linie richtete sich ihr Dank an die

bisher 64 Schülerinnen und Schüler im Landkreis Harz, die sich zu

?Schülerrichtern? haben ausbilden lassen.

 

 

 

In den Schülergremien setzen sich dafür

ausgebildete Schülerinnen und Schüler mit Jugendlichen auseinander, die etwa Alltagsdelikte

wie Beleidigungen, Diebstähle, oder einfache Körperverletzungen begangen und

sich dazu bekannt haben. Die ?Schülerrichter? befinden anschließend über die

Sanktionen.

 

 

 

Keding sagte weiter: ?Es geht darum, den

beschuldigten Jugendlichen auf Augenhöhe Gleichaltriger klar zu machen, dass

sie mit diesem Verhalten auf dem Holzweg sind. Ich bin davon überzeugt, dass

dieser Ansatz funktioniert und dass er vorbildhaft zeigt, wie auch außerhalb

des Gerichtssaales erfolgreich auf jugendliche Straftäter eingewirkt werden

kann.

 

 

 

Das

Projekt wäre nicht möglich gewesen ohne die Mitarbeit der Staatsanwaltschaft

Magdeburg, Zweigstelle Halberstadt. Den dortigen Kolleginnen und Kollegen, die

bereit waren, das Wagnis des Schülergremiums, das anfangs nicht unumstritten

war, mit zu tragen, gilt deshalb auch mein ausdrücklicher Dank.

 

 

 

Mein

Dank gilt, ohne dass ich irgendeinen der Vielen, die zum Gelingen dieses

Projekts beigetragen haben, vergessen möchte, auch Frau Zinke vom Antigewaltzentrum

Harz. Sie und Ihre Kollegen haben den Funken Ihrer Begeisterung für das Projekt

sichtlich auf die Schülerinnen und Schüler überspringen lassen. Unsere Treffen,

die wir mit Schülerinnen und Schülern hatten, haben mir gezeigt, wie

persönlichkeitsbildend die Beschäftigung mit den Aufgaben des Schülergremiums

auf die jungen Menschen gewirkt hat.?

 

 

 

Am

häufigsten haben die Schülerrichter Diebstahldelikte, Sachbeschädigung,

Beleidigung, Körperverletzung und Hausfriedensbruch zu verhandeln. Voraussetzung

für dieses Verfahren ist das Einverständnis des oder der Beschuldigten und der

Erziehungsberechtigten. Die Schülergremien sind an die staatsanwaltschaftlichen

Ermittlungen angebunden. Welche Fälle für Schülergremien geeignet sind,

entscheiden Polizei und Staatsanwaltschaft.

 

 

 

In

50 Unterrichtsstunden bekommen die Mitglieder der Schülergremien Wissen über

Kommunikation, Gruppenprozesse, Gesprächsführung, Straf- und Prozessstrafrecht

vermittelt. Zur Ausbildung gehören auch Exkursionen zum Polizeirevier und der

Besuch einer Hauptverhandlung beim Amtsgericht. Die Schülerinnen und Schüler

kommen z.B. aus Quedlinburg, Halberstadt, Wernigerode, Stadt Oberharz am

Brocken und Ballenstedt. Dort besuchen sie Sekundarschulen oder Gymnasien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Justiz und Gleichstellungdes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleDomplatz 2 - 439104 MagdeburgTel:   0391 567-6235Fax:  0391 567-6187Mail:  presse@mj.sachsen-anhalt.deWeb: www.mj.sachsen-anhalt.de

Ministerium für Justiz und Gleichstellung

Landesregierung