Menu
menu

Pressestelle des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung (MJ)

Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie stellt auch Sachsen-Anhalts Justiz vor große Herausforderungen. Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus finden Sie über diesen Link.

Das Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (die Pressestelle) ist zentraler Anlaufpunkt für alle Anfragen, die sich aus der Ressortzuständigkeit des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (MJ) ergeben.

Pressesprecher ist Herr Detlef Thiel
Telefon: 0391 5676235

Die Pressestelle erreichen Sie auch unter
Telefon: 0391 5676234 (Frau Schrott)
Telefon: 0391 5676230 (Herr Vormbrocke)
Telefax: 0391 5676187
E-Mail: presse(at)mj.sachsen-anhalt.de

Über diesen Link können Sie in der Presse-Suchmaschine nach Pressemitteilungen suchen.

Bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften sind eigene Pressestellen eingerichtet. Über diesen Link gelangen Sie zum Pressesprecherverzeichnis der Justiz.

Pressemitteilungen des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung

Vortrag über die NS-Gesundheitspolitik in Bitterfeld

15.09.2017, Magdeburg – 49

  • Ministerium für Justiz und Gleichstellung

 

 

 

 

 

Bitterfeld-Wolfen (MJ). Im Rahmen des

Begleitprogramms zur Ausstellung ?Justiz im Nationalsozialismus. Über

Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes? spricht die Historikerin Frau Dr. Ute Hoffmann im Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen

zum Thema

 

 

 

Das

Zusammenwirken von Justiz und Gesundheitswesen

 

im

Nationalsozialismus am Beispiel Bitterfeld.

 

 

 

Der

Vortrag findet statt am

 

 

 

Dienstag, 19.

September 2017, 17:00 Uhr,

 

im Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen

 

Lindenstr. 9

 

 Der Vortrag widmet sich einem der

weniger bekannten Bereiche des nationalsozialistischen Staates in Gestalt einer

Gesundheitspolitik, die den Menschen nach seiner Arbeitsfähigkeit bemaß und

deshalb auch all jene aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausschloss, die aus

Gründen der Krankheit, der Behinderung oder des Alters den an sie gestellten

Leistungsanforderungen nicht genügen konnten.

 

Ärzte

und Juristen, Verwaltungsmitarbeiter und Pflegekräfte machten sich auf, die

seit vielen Jahren immer wieder vorgetragenen Forderungen nach einer

Verbesserung der deutschen Bevölkerung bei gleichzeitiger Entlastung der

sozialen Kassen nun unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur

mit Hilfe staatlicher Legitimation und Organisation umzusetzen: durch

zwangsweise Sterilisation und Mord.

 

Auch die

Bevölkerung der Stadt Bitterfeld war von diesen Maßnahmen betroffen. Knapp 100

Männer und Frauen wurden zwangsweise sterilisiert, rund 20 Personen in den

Gasmordanstalten Brandenburg und Berlin getötet. Allein in der

Kinderfachabteilung Uchtspringe starben sechs Kinder aus Bitterfeld. Das

jüngste von ihnen war zwei Jahre alt. Wie wirkten Justiz und Gesundheitswesen

zusammen und welche ?rechtsfreien Gebiete? gab es in diesem Zusammenhang? ? Diese

und andere Fragen werden im Mittelpunkt des Vortrages stehen.

 

Frau

Dr. Ute Hoffmann ist seit mehr als 25 Jahren Leiterin der Gedenkstätte für

Opfer der NS-?Euthanasie? in Bernburg und seit 2008 auch Mitarbeiterin des

Teams zur Erarbeitung der Wanderausstellung zur NS-Justiz auf dem Territorium

des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Die Ausstellung setzt

sich auch mit der Justizgeschichte in Bitterfeld und der Region auseinander und

ist noch bis zum 19. Oktober während der Gerichtsöffnungszeiten zu sehen.

 

Nähere Informationen

unter www.mj.sachsen-anhalt.de.

 

 

 

Normal

0

 

 

 

 

 

 

 

21

 

 

false

false

false

 

DE

X-NONE

X-NONE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Justiz und Gleichstellungdes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleDomplatz 2 - 439104 MagdeburgTel:   0391 567-6235Fax:  0391 567-6187Mail:  presse@mj.sachsen-anhalt.deWeb: www.mj.sachsen-anhalt.de

Ministerium für Justiz und Gleichstellung

Landesregierung