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Kunstinstallation „Justitia" im Justizministerium in Magdeburg

Im Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt am Domplatz in Magdeburg ist am 7. Mai 2026 die Kunstinstallation „Justitia“ der halleschen Künstlerin Luzia Werner feierlich eingeweiht worden. Neben der Künstlerin haben u. a. auch Franziska Weidinger, Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt, sowie Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, teilgenommen.

Die Skulpturengruppe „Justitia“ war im Jahr 2025 im Rahmen der Landesausstellung „Gerechtigkeyt 1525“ als Teil des Kunstparcours in Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz gezeigt worden und wird nunmehr im Eingangsbereich des Justizministeriums in Magdeburg ausgestellt. Das Werk aus Ton und Holz entstand im Rahmen des Kunstparcours „Glühende Horizonte“ der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Dieser war zum Gedenken an 500 Jahre Deutschen Bauernkrieg und den 500. Todestag des Reformators Thomas Müntzer konzipiert worden.

Die Installation „Justitia“ setzt sich mit der Frage auseinander, was Gerechtigkeit bedeutet. Ausgangspunkt sind historische Forderungen aus der Zeit des Bauernkriegs nach einer unparteiischen Rechtsprechung „nach der Sache und nicht nach Gunst“. Luzia Werner greift die Ikonographie der Justitia, die römische Götting der Gerechtigkeit, auf und variiert sie in unterschiedlichen Formen – mit Waage, ohne Schwert, suchend oder hinterfragend. Schreine und eine farbige Palme verweisen auf historische und religiöse Vorstellungen von Gerechtigkeit. So wird deutlich, wie vielschichtig und auch fragil dieser Begriff ist.