Aktuelle Informationen

Verleihung des Forschungspreises für Abschlussarbeiten mit Beachtung des Genderaspekts

Am 09. November 2017 fand zum dritten Mal die Verleihung des Forschungspreises für Abschlussarbeiten in Sachsen-Anhalt mit Beachtung des Genderaspekts im Rahmen des Tags der Geschlechterforschung durch das Ministerium für Gleichstellung in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für Genderforschung und Chancengleichheit in Sachsen-Anhalt (KGC) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) statt.

Der Preis für Master- und Examensarbeiten ging in diesem Jahr an Frau Jasmin Galonski von der Martin-Luther-Universität Halle. Sie befasste sich mit „Gender-Konstruktionen in der Radio-Primetime: Gesprächanalytische Untersuchung von Mehrfach-Moderationen in deutschsprachigen Morningshows“. Damit eröffnet sie einen hochinteressanten Einblick in die öffentliche Reproduktion von Stereotypen im Radio.

Frau Katja Lißmann von der Martin-Luther-Universität Halle gewann mit der Dissertation „... dieses ist meine übung und erquickung… Schreiben im Netzwerk: Briefe von Frauen des frühen Quedlinburger Pietismus als Praktiken frommer Selbstbildung (1692-1704)“ den Preis für Dissertationen und Habilitationen. Ihre Forschung antwortet auf ein Desiderat, das durch die traditionell an den Biographien der führenden pietistischen Patriarchen orientierten Pietismusforschung entstanden war.

Ein  Sonderpreis ging in diesem Jahr an Herrn Stephan Schurig, ebenfalls an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mit seiner Masterarbeit „Geschlechterkonstruktionen in der Geographie – eine Diskursanalyse deutschsprachiger wissenschaftlicher Fachlehrbücher zwischen 1990 und 2015“ gibt er ein wunderbares Beispiel, wie Geographie mit Fragen der Geschlechterforschung verknüpft werden kann.

Die Preisverleihung wurde in diesem Jahr erstmals durch die neue Landesbeauftragte für Frauen- und Gleichstellungpolitik, Frau Dr. Blumtritt, durchgeführt. In ihrem Grußwort machte sie deutlich, dass die Geschlechterforschung außerhalb der akademischen Welt ein heiß diskutiertes und hoch emotional besetztes Thema ist. Frau Dr. Blumtritt: „Das ist ungemütlich, aber Gemütlichkeit war noch nie die Antriebskraft von Forschung. Geschlechterforschung stellt das vermeintlich „Natürliche“ in Frage und verlässt damit (auch die wissenschaftliche) Komfortzone. Sie ist eine kritische Wissenschaft, die Ursachen für soziale Ungleichheit erforscht und uns hilft Ungleichheit reproduzierende Machtverhältnisse besser zu verstehen. Sie leistet damit einen wertvollen Beitrag für eine offene und demokratische Gesellschaft.“

Die Preisverleihung ist eine Maßnahme des Landesprogramms für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt und dient dem Ziel, durch die Auszeichnung herausragender Forschungsprojekte die Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt zu stärken, Genderkompetenz im Studium zu vermitteln und die Geschlechterperspektive nachhaltig in alle Bereiche der Wissenschaft zu implementieren.

In Kooperation mit der Koordinierungsstelle für Genderforschung und Chancengleichheit in Sachsen-Anhalt (KGC) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) wurden Forscher und Forscherinnen aller Fachdisziplinen aufgerufen, Arbeiten einzureichen, die den Genderaspekt berücksichtigen, in den wissenschaftlich-fachlichen Diskurs einbeziehen und angemessen darstellen.

Der Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt findet seit 2000 jährlich statt. Nachwuchswissenschaftler/innen haben hier die Möglichkeit, ihre aktuellen wissenschaftlichen Projekte zur Genderforschung vorzustellen und mit Teilnehmer/innen der Konferenz zu diskutieren.

In diesem Jahr wurde unmittelbar anschließend an den Landesweiten Tag der Genderforschung erstmals die interdisziplinäre Nachwuchstagung „Wie forsche ich in meinem Fach mit Geschlechterperspektive?“ ausgerichtet.

Frau Dr. Blumtritt mit Preisträgern
Frau Dr. Blumtritt mit den Preisträgern Herrn Schurig, Frau Galonski und Frau Lißmann sowie Frau Frohberg (Leiterin der Geschäftsstelle der Koordinierungsstelle für Genderforschung und Chancengleichheit)

4. Gender-Forum "Geschlechtergerechte Beurteilung"

Wann ist eine Beurteilung fair und geschlechtergerecht? Dieser Frage widmete sich das 4. Gender-Forum „Geschlechtergerechte Beurteilung“ des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt am 25. Oktober 2017 in Magdeburg. Annähernd 70 Führungskräfte und Personalverantwortliche aus den obersten Landesbehörden und nachgeordneten Bereichen nahmen an der Veranstaltung im Gleichstellungsministerium teil.

Staatssekretär Hubert Böning hob bei seiner Begrüßung die Bedeutung von Beurteilungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst hervor, die mit darüber entscheiden, welchen Erfolg Frauen und Männer in ihrer beruflichen Karriere haben. Beurteilungen seien Grundlage für den Leistungsvergleich und nach der Rechtsprechung ausschlaggebend für die Auswahlentscheidung bei Beförderungen, so Böning weiter, der in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Themas „Geschlechtergerechtes Beurteilen“ ausdrücklich unterstrich.

Als Referentin konnte für das 4. Gender-Forum die ausgewiesene Gender-Expertin Dr. Regina Frey gewonnen werden, Leiterin der Bereiche „Gleichstellung“ und „Europa“ am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik am Standort Berlin. Sie ist zudem Autorin des Leitfadens „Die dienstliche Beurteilung“, der 2015 vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt herausgegeben wurde.
Auch Frau Frey machte deutlich, dass Beurteilungen ein zentrales Element in der Personalentwicklung und Organisationskultur im öffentlichen Dienst seien. Diese herausgehobene Stellung von Beurteilungsverfahren erfordere, so führte die Expertin aus, ein möglichst vorurteils- und diskriminierungsfreies Beurteilungswesen.

Doch Beurteilungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiters sind anfällig für Verzerrungen, gerade auch aus geschlechterspezifischer Sicht. So belegen wissenschaftliche Studien, dass Frauen häufig schlechter bei Beurteilungen abschneiden als ihre männlichen Kollegen. Die Referentin erläuterte, dass gesellschaftliche und organisationsspezifische Erwartungen und Wahrnehmungsmuster in die Bewertungsmerkmale einfließen. Ausführlich ging sie auf mögliche Einflüsse ein, von Beurteilenden bewusst oder unbewusst wahrgenommen, und auf daraus resultierende Verzerrungseffekte. Etliche diese Aspekte wurden während der sich anschließenden Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Gender-Forums im Kontext der jeweiligen praktischen Erfahrungen diskutiert.

Die Broschüre "Die dienstliche Beurteilung" finden Sie über diesen Link.

Staatssekretär Hubert Böning begrüßt die Gäste
Staatssekretär Hubert Böning begrüßt die Gäste
Dr. Regina Frey zum Thema "Geschlechtergerechte Beurteilung"
Dr. Regina Frey zum Thema "Geschlechtergerechte Beurteilung"
Dr. Regina Frey und Ute Wanzek
Dr. Regina Frey und Ute Wanzek

3. Gender-Forum "Fair Sprechen - Sprache und Gleichstellung"

Geschlechtergerechte Sprache macht Frauen und Männer in ihren unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, kulturell geprägten Rollen oder auch in ihren gesellschaftlichen Beteiligungsanteilen „sichtbar“. Sprache kann dazu beitragen, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft positiv zu beeinflussen. So war es das Anliegen des 3. Gender-Forums am 29. November 2016 in Magdeburg, Wissen zu einer geschlechtergerechteren Sprache zu vermitteln und für den Bereich der Landesverwaltung Denkanstöße zu geben. Veranstalter war das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt.

Als Referentin konnte Claire Horst gewonnen werden. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche Dozentin, Autorin und Lektorin in Berlin und war mehrere Jahre in der Bildungsarbeit für Erwachsene sowie als Dozentin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache tätig. Als Journalistin schreibt sie zu den Themen Migration, Gleichstellung und Kultur.

Die Expertin machte beim Gender-Forum deutlich, dass Sprache nicht nur der Verständigung dient, sondern unterschwellig auch Erwartungen weckt und Botschaften transportiert. Sie ist ein Abbild der Wirklichkeit und beeinflusst unsere Wahrnehmung. Mit Sprache werden auch im Geschlechterkontext Vorstellungen weitergegeben oder neue kreiert.

Aufgabe der Landesverwaltung ist die gleichberechtigte Ansprache und Benennung aller Menschen. Eine Patentlösung für die Gleichstellung in der Sprache existiert dabei nicht, zumal alle Bemühungen um sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter einher gehen müssen mit Verständlichkeit, Klarheit und Eindeutigkeit von Verwaltungstexten.

Ausschreibung des Förderpreises für Abschluss- und Qualifikationsarbeiten mit Beachtung des Genderaspekts

Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung und die Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt schreiben den Förderpreis für Abschluss- und Qualifikationsarbeiten mit Beachtung des Genderaspekts aus.

Der ausgelobte Preis soll einen Beitrag dazu leisten, die Geschlechterperspektive nachhaltig in alle Bereiche der Wissenschaft zu implementieren. Ausgezeichnet werden herausragende Abschlussarbeiten (Masterarbeiten, Staatsexamensarbeiten, Dissertationen und  Habilitationen)  sowie wissenschaftliche Publikationen, die die Genderperspektive einbeziehen und in angemessenem Umfang bearbeiten. Der Preis richtet sich explizit an Abschlussarbeiten aus allen Fachdisziplinen.

Für das Jahr 2017 sind zwei Preise ausgeschrieben:
• für Dissertationen/ Habilitationen mit einem Preisgeld in Höhe von 1500 €
• für Master- und Staatsexamensarbeiten sowie sonstige Arbeiten mit einem Preisgeld in Höhe von 500 €

Die Verleihung des Forschungsförderpreises findet im Rahmen des 7. Landesweiten Tages der Genderforschung am 09. November 2017 in Halle statt.

Alle Informationen unter www.kffg-sachsen-anhalt.ovgu.de.

Familienland Sachsen-Anhalt?

Sachsen-Anhalt ist unter den neuen Bundesländern besonders stark von Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung betroffen. So belegen die Daten des Statistischen Bundesamtes, dass in den Jahren 2003 bis 2011 die weibliche Bevölkerung um 8,7% zurückgegangen ist gegenüber einem Rückgang der männlichen Bevölkerung von 7,9%. Prognosen gehen für die Zukunft noch immer von einem weiteren Schrumpfen der Bevölkerung und einem zunehmenden Anteil älterer Menschen in Sachsen-Anhalt aus. Entsprechend ist es ein Anliegen der Landesregierung, Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männern mit Chancengleichheit in Bildung, Beruf und Familie im Lande zu überzeugen und jungen Familien Bedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von beruflicher Tätigkeit und Privatleben aufzuzeigen.

Eine im Mai 2016 veröffentlichte Studie mit dem Titel „Familienland Sachsen-Anhalt“, die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) durch das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. an der Martin-Luther- Universität im Sommer 2015 durchgeführt und ausgewertet wurde, beschreibt mögliche Ansatzpunkte der weiteren Förderung einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Karriere mit Familie und Privatleben in Sachsen-Anhalt.

Laut dieser Studie beschreiben vier Fünftel der Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter ihr Land als kinderfreundlich, darunter ein Fünftel sogar als sehr kinderfreundlich. Die Mehrheit der Befragten äußerte sich zudem zufrieden mit der Kinderbetreuung im Land. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Sachsen-Anhalt hier bereits sehr gute Bedingungen geschaffen, um von Anfang an Bildungsgerechtigkeit zu schaffen und Frauen und Männern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. So lag im Jahr 2014 die Betreuungsquote von Kindern im Alter von 0 bis 2 Jahren bei 58% und von Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren bei 95,4%.

Bedarf für Sensibilisierung und Verbesserung besteht laut den Befragten in der FES-Studie dagegen jedoch noch immer bei der Familienfreundlichkeit der Unternehmen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Unterstützung von Vätern bei der Wahrnehmung ihrer Vaterrolle sowie bei der Unterstützung von Alleinerziehenden - zum Beispiel durch flexiblere Arbeitszeitmodelle.

Die Studie belegt außerdem nachdrücklich, dass für die Verwirklichung des Kinderwunsches besonders die verfügbaren Ressourcen wie Geld, Zeit, Wohnraum und/oder soziale Unterstützung sehr entscheidend sind. Als wichtigste Aufgabe der Familienpolitik wird deshalb von den Befragten die Existenzsicherung erachtet. Dabei sollten nicht nur Ehepaare mit Kind beziehungsweise Kindern in den Blick genommen werden, sondern ebenso Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende. Dies umso mehr, weil in solchen Familienformen der Unterstützungsbedarf für Kinder beziehungsweise für Kinder-Betreuende oft höher ist.

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat sich mit ihrem Koalitionsvertrag zur vollständigen Gleichstellung von Frauen und Männern sowie zu einem sozial gerechten Sachsen-Anhalt bekannt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bildet hier eine Schlüsselrolle und wird daher in den entscheidenden Feldern der Koalitionspolitik der Landesregierung deutlich hervorgehoben.
So hat sich die neue Landesregierung ausdrücklich zur Weiterführung des flächendeckenden und gut ausgebauten Netzes der Kindertagesstätten bekannt. Darüber hinaus ist vorgesehen, für Betriebe, die Anstrengungen unternehmen, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Frauen und Männer zu verbessern, als unterstützende Maßnahme ein Landessiegels „Familienfreundlicher Betrieb“ einzuführen.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass zuerst gute Arbeit ein wichtiger Faktor ist, um Menschen an das Land zu binden beziehungsweise für Sachsen-Anhalt zu gewinnen, stellt die Landesregierung das Bemühen um die Schaffung  beziehungsweise den Erhalt von existenzsichernden Arbeitsplätzen in Sachsen-Anhalt in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. In einer Steuerungsgruppe werden die Regierungsparteien deshalb künftig die übergreifenden strategischen Aspekte des demografischen Wandels, der Fachkräftesicherung, der Familienfreundlichkeit, der Daseinsvorsorge, der Geschlechtergerechtigkeit und der Integration bündeln.

Im Rahmen der Umsetzung des "Gender Mainstreaming-Konzept der Landesregierung 2012 bis 2016" hat das Ministerium für Justiz und Gleichstellung sein 1. Gender-Forums zum Thema „Zeit für Beruf. Zeit für Familie.“ bereits im Dezember 2014 veranstaltet. Beispiele für gute Ansätze und Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben für Frauen und Männer in Sachsen-Anhalt aus der Sicht von Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmen wurden vorgestellt, diskutiert und veröffentlicht.

Die Studie "Familienland Sachsen-Anhalt - Eine ZSH-Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung" können Sie über diesen Link erhalten.

2. Gender-Forum "Gender Mainstreaming versus Diversity?"

Ist es an der Zeit, Gender Mainstreaming zugunsten eines Diversity-Konzeptes aufzugeben? Sind Gender und Diversity ein Traumpaar, ein Alptraum oder sind es stabile Koordinaten in einer Vernunftehe? Welche Möglichkeiten gibt es, Gender Mainstreaming und Diversity-Konzepte miteinander zu kombinieren? Diese Fragen treiben aktuell viele gleichstellungspolitischen Akteurinnen und Akteure um. Wie will Sachsen-Anhalt künftig mit beiden Strategien umgehen? 

Während des 2. Gender-Forums „Gender Mainstreaming versus Diversity?“ am 29. Oktober 2015 im Roncalli-Haus Magdeburg konnten zu diesem Thema Wissen vermittelt und Denkanstöße geben werden. Referentin war die Gender-Expertin und Sozialwissenschaftlerin Dr. Irene Pimminger. Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Personal- und Organisationsverantwortliche, Verantwortliche für Fort- und Weiterbildung, Verantwortliche für die Umsetzung von Landes- und EU-Programmen, Gender Mainstreaming-Beauftragte, Gleichstellungsbeauftragte sowie am Thema interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der obersten Landesbehörden und ihrer Geschäftsbereiche.

zur PPT der Referentin (PDF, 197 KB)

Gender-Portal mit neuen Angeboten

Das Internetportal "Chancen.Gleich.Gestalten. Gender Mainstreaming in Sachsen-Anhalt" hält seit Jahresbeginn zwei neue Angebote bereit: die Rubrik "Statistiken", in denen Nutzerinnen und Nutzer sich interaktiv Grafiken zu 110 Einzelthemen zusammenstellen können, sowie das "Archiv Entgeltgleich" mit mehr als 2.700 aufgenommenen Publikationen unterschiedlichster Art zur geschlechterspezifische Lohnlücke.

zum Gender-Portal | zur Pressemitteilung

1. Gender-Forum "Zeit für Beruf, Zeit für Familie - Frauen und Männer im Fokus einer geschlechtergerechten Verwaltungskultur in Sachsen-Anhalt"

Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung war am 4. Dezember 2014 Ausrichter einer Tagung zur Vereinbarkeit von Beruf und Karriere mit Familie und Privatleben in der Landesverwaltung. Das Gender-Forum richtete sich vor allem an die Personal- und Organisationsverantwortlichen der obersten Landesbehörden und der nachgeordneten Bereiche. Der Auftrag resultierte aus dem "Gender Mainstreaming-Konzept der Landesregierung 2012 bis 2016". Ziel der Veranstaltung war es, bereits erprobte Maßnahmen und Strategien einzelner Ministerien sowie ausgewählter sachsen-anhaltischer Unternehmen vorzustellen und zu diskutieren. Darüber hinaus wurde zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen bei diesem Thema informiert. Es referierten

  • Matthias Keller (Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes): "Wie vereinbaren Mütter und Väter Familie und Beruf heute? Ergebnisse des Mikrozensus 2013" Download, Format: PDF, 363 KB,
  • Bärbel Höhne (Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt): "Mitarbeiterinnenbefragung zu persönlichen Karrieremotivation und persönlich wahrgenommenen Karrierehindernissen" Download, Format: PDF, 192 KB",
  • Michael Haase (Personaldirektor der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft mbH): "Warum ist es wichtig, sich als familienfreundliches Unternehmen aufzustellen" Download, Format: PDF, 437 KB"
  • Beate Vock (Personalleiterin der Klinikum Magdeburg gGmbH): "Beruf und Familie - Das Leben, was wir führen wollen, das können wir selber wählen" Download, Format: PDF, 814 KB",
  • Ulrike Sellhorn ( Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt): "Umsetzung von Gender Mainstreaming-Maßnahmen" Download, Format: PDF, 98 KB",
  • Michael Neumann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V.): "Familienarbeitszeit - Nicht weniger sondern mehr Arbeitsvolumen" Download, Format: PDF, 188 KB"

Landesregierung beschließt "Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt"

Auf ihrer Sitzung am 11. November 2014 hat die Landesregierung das "Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt" beschlossen. Integriert sind die Schwerpunkte des Gender Mainstreaming-Konzeptes der Landesregierung 2012 bis 2016.

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