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Pressestelle des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung (MJ)

Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus

Die Corona-Pandemie stellt auch Sachsen-Anhalts Justiz vor große Herausforderungen. Informationen zum Umgang der Justiz mit dem Corona-Virus finden Sie über diesen Link.

Das Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (die Pressestelle) ist zentraler Anlaufpunkt für alle Anfragen, die sich aus der Ressortzuständigkeit des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (MJ) ergeben.

Pressesprecher ist Herr Detlef Thiel
Telefon: 0391 5676235

Die Pressestelle erreichen Sie auch unter
Telefon: 0391 5676234 (Frau Schrott)
Telefon: 0391 5676230 (Herr Vormbrocke)
Telefax: 0391 5676187
E-Mail: presse(at)mj.sachsen-anhalt.de

Über diesen Link können Sie in der Presse-Suchmaschine nach Pressemitteilungen suchen.

Bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften sind eigene Pressestellen eingerichtet. Über diesen Link gelangen Sie zum Pressesprecherverzeichnis der Justiz.

Pressemitteilungen des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung

Bundesmodellprojekt

Projekt „Gute Kinderschutzverfahren“ startet für Landkreis und Amtsgericht Wittenberg

16.11.2020, Magdeburg – 025/2020

  • Ministerium für Justiz und Gleichstellung

Magdeburg. Die Region Wittenberg ist für die Teilnahme am Bundesmodellprojekt „Gute Kinderschutzverfahren“ ausgewählt worden. Sie wird sich ab dem 16.11.2020 am Forschungsprojekt des Bundes zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für eine kindgerechte Justiz beteiligen. Neben Wittenberg wurden bundesweit nur noch fünf weitere Modellregionen für die Teilnahme an diesem mehrjährigen Bundesmodellprojekt ausgewählt.

Ziel des Modellprojektes ist es, den Austausch zwischen Fachkräften im Kinderschutz und Fachkräften der Justiz zu verbessern. Unter anderem geht es um die Erprobung eines webbasierten interdisziplinären Fortbildungsprogramms zum Themenkomplex „familiengerichtliche Verfahren in Kinderschutzfällen und kindgerechte Justiz“, das sich an Familienrichterinnen und -richter sowie Fachanwältinnen und -anwälte für Familienrecht sowie an Bedienstete der Jugendämter und andere Akteurinnen und Akteure der Erziehungshilfe, richtet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Koordiniert wird die nunmehr erfolgreiche Bewerbung der Modellregion Wittenberg vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung sowie dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachen-Anhalt.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne sagte: „Am Kinderschutz und in familiengerichtlichen Verfahren sind ganz unterschiedliche Berufsstände wie z.B: RichterInnen, MitarbeiterInnen der Jugendämter, GutachterInnen, Verfahrensbeistände, FachanwältInnen beteiligt. Sie müssen in der Regel sehr folgenreiche Entscheidungen für jedes betroffene Kind fällen bzw. an diesen mitwirken. Alle Beteiligten sollten deshalb möglichst einen ähnlichen Wissensstand zu psychologischen und Fragen der Kindeswohlgefährdung haben, die „gleiche Sprache“ sprechen bzw. wissen, nach welcher Logik jeweils die anderen Beteiligten handeln.

Und sie sollen vor allem gut miteinander kooperieren. All das soll über dieses Projekt gefördert werden. Damit ist es ein wichtiger Beitrag, diese für die Kinder emotional sehr belastenden Verfahren kindgerechter zu gestalten. Ich danke insbesondere der Region Wittenberg und dem dortigen Jugendamt für ihre Beteiligung.“

Justizministerin Anne-Marie Ministerin Keding sagte: „Der Schutz von Kindern gelingt am besten, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten. Daher begrüße ich den interdisziplinären Ansatz des Projektes. Gerade der Vernetzungsgedanken des Projektes, den gemeinsamen Wissensaustausch zu vertiefen, wird kindgerechte Justizverfahren weiter fördern. Mein Dank gilt den Familienrichterinnen und -richtern des Amtsgerichts Wittenberg für deren Engagement und Bereitschaft, an diesem Projekt teilzunehmen.

Hintergrund:

Das Basis-Curriculum des Online-Kurses steht für alle interessierten Fachkräfte unter https://guteverfahren.elearning-kinderschutz.de sämtlicher Berufsgruppen offen. Lehrinhalte sind u.a. Misshandlungsformen und -folgen, Entwicklungspsychologie und -psychopathologie, rechtliche Grundlagen zur Kindeswohlgefährdung und Durchführung kindgerechter Verfahren.

Das Vertiefungsmodul steht nur der Modellregion Wittenberg offen: Dort wird u.a. in Präsenzveranstaltungen, workshops pp. der interdisziplinäre Austausch, die Wissenvertiefung und die Zusammenarbeit von Behörden und Gerichten, aber auch freien Trägern und Sachverständigen über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert werden.

Impressum:
Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Domplatz 2 - 4
39104 Magdeburg
Tel: 0391 567-6235
Fax: 0391 567-6187
Mail: presse@mj.sachsen-anhalt.de
Web: www.mj.sachsen-anhalt.de

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